Das Fach Türkisch - Türkçe Dersi

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WAS ist das Fach Türkisch?

Türkisch wird als zweite Fremdsprache im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts an der Otto-Hahn-Schule angeboten. Neben Französisch haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit die Fremdsprache Türkisch zu wählen. Es werden u.a. Klassenarbeiten bzw. Klausuren geschrieben und Referate gehalten, die benotet werden und in die Endnote auf dem Zeugnis einfließen. Das Fach wird nicht als AG angeboten.

WER unterrichtet das Fach?

Frau Dr. Bayraktar, Frau Tiftik, Frau Yildirim unterrichtet derzeit die Türkisch-Kurse von der 7. bis zur 10. Klasse.

Frau Dr. Bayraktar und Frau Yildirim ist in der Einführungsphase sowie in der Oberstufe eingesetzt.

WER kann das Fach Türkisch wählen?

Das Unterrichtsfach Türkisch kann nur von Schülerinnen und Schülern gewählt werden, die als Muttersprache Türkisch vorweisen können.

WANN kann das Fach Türkisch gewählt werden?

Das Fach Türkisch kann ab der 7. Klasse, ab der 9. Klasse und ab der 11. Klasse als zweite Fremdsprache gewählt werden.

Kann Türkisch als Prüfungsfach im ABITUR gewählt werden?

Zurzeit kann Türkisch nur als Grundkurs gewählt werden. Schülerinnen und Schüler, die das Fach ab der 11. Klasse belegen, haben die Möglichkeit, Türkisch als 5. Prüfungskomponente im Abitur zu wählen und eine Präsentation auf Türkisch vorzutragen.

Wurde Türkisch bereits ab der 7. Klasse belegt, so kann das Fach als mündliche oder schriftliche Abiturprüfung gewählt werden.

WELCHE Themen werden behandelt?

Detaillierte Informationen gibt es in den Rahmenlehrplänen für Türkisch (Sek. I und II) auf der folgenden Internetseite: http://www.berlin.de/sen/bildung/unterricht/lehrplaene/

Zusammenfassung der Inhalte und Kompetenzen im Fach Türkisch

Türkisch in der Sekundarstufe I (7. bis 10. Klasse)

Diese Kompetenzen werden vorrangig entwickelt, gefördert und gefestigt:

Sprachkompetenz

Interkulturelle Kompetenz

Methodenkompetenz

- Hören

- Sprechen

- Lesen & Schreiben

- Sprachmittlung

- Entwicklung von Einstellungen

- Wissenserwerb

- Perspektivübernahme

 

- Lernstrategien

- Umgang mit Texten

- Medienkompetenz

 

Überblick über die Unterrichtsthemen

Themenbereich A

Themenbereich B

Themenbereich C

Themenbereich D

Ich und die anderen

Der unmittelbare Erfahrungsbereich Jugendlicher

Das öffentlich-gesellschaftliche Leben

 

Der gesellschaftlich-kulturelle Bereich

Zur Person, Familie,

Freunde, Wohnen,

Essen

 

Schule,

Freizeit, Erwachsenwerden, Umwelt

 

Geografische und historische Aspekte des Landes der Zielsprache, Zusammenleben in der Gesellschaft, Gesundheit, Multikulturelle Gesellschaft, Ausbildung und Arbeitswelt

Sitten und Bräuche, Kulturelle Aspekte des Landes der Zielsprache,

Medien

 

Türkisch in der Einführungsphase (11.Klasse)

Mögliche Inhalte des Unterrichts

● Lebensalltag von Jugendlichen, Frauen und Männern in der Türkei und in Deutschland, Freizeit und Unterhaltung

● Reisen

● Sozialisation (Familie, Peergroup, Schule, Ausbildung, Arbeitswelt)

● Wirtschaftliche und soziokulturelle Prozesse vor und nach der Staatsgründung der Republik

Türkei (Osmanisches Reich, Gründung der Republik Türkei, Reformen, Übergang zum

 Mehrparteiensystem, NATO, EU)

● Die Bedeutung der türkischen Sprache

● Das Individuum in der Gesellschaft

Türkisch in der Oberstufe (12.-13. Stufe)

Fachbezogene Kompetenzen

Kommunikative Kompetenz

Methodische Kompetenz

Interkulturelle Kompetenz

• Rezeption (Hören, Hören und Sehen, Lesen)

• Produktion (Sprechen, Schreiben)

• Sprachmittlung

 

• Lern- und Arbeitstechniken

• den Umgang mit Texten und Medien

• Präsentation

 

• soziokulturellem Orientierungs-wissen über Lebenswelten in europäischen Ländern

und der Türkei

• Fähigkeiten und Fertigkeiten für die Bewältigung interkultureller Situationen

Themenfelder in der Oberstufe

1. Kurshalbjahr (t-1/T-1):

Individuum und Gesellschaft

2. Kurshalbjahr (t-2/T-2):

Nationale und kulturelle Identität

● Lebensentwürfe

● Geschlechterstellung (Lebensalltag von Frauen und Männern im Vergleich)

● Stellung und Wert des Individuums im Aufklärungsprozess (Weltanschauung, Moralvorstellungen)

● Leben in der multikulturellen Gesellschaft

● Nationale Identität in Literatur, Kunst, Musik und Film

● Tradition und Wandel (Aufklärung)

 

3. Kurshalbjahr (t-3/T-3):

Eine Welt – Globale Fragen

 

4. Kurshalbjahr (t-4/T-4):

Herausforderungen der Gegenwart

 

● Globalisierung und ihre Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft

● Verantwortung des Menschen gegenüber der Gesellschaft

● Aktuelle Fragen des politischen und sozialen Lebens

● Arbeit und Karriere

● Rolle und Wirkungsweise der Massenmedien

Werden Exkursionen, Veranstaltungen oder Kursfahrten angeboten?

Folgende Veranstaltungen werden organisiert:

● Besuche im Theater, im Kino, von Messen oder Veranstaltungen im Türkischen Haus

● Schüleraustauch in der Mittelstufe ist in Planung

● Türkisches Theater wird organisiert

● Kursfahrt nach Istanbul in der Oberstufe

● Organisation des Kinderfestes im April

● Veröffentlichung der Schulzeitung im Rahmen des Oberstufenunterrichts

Die Schulzeitung - „Der krähende Hahn“

Im Dezember 2012 wurde erstmals als Pilotprojekt die Schulzeitung „Der krähende Hahn“ an der Otto-Hahn-Schule veröffentlicht. Die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Türkisch aus dem Schuljahr 2012/13 haben im Rahmen des Unterrichts mit Frau Kapsız das große Thema „Medien“ behandelt und wollten schließlich selber aktiv werden. Verknüpft an die Themen im Türkisch-Unterricht entstanden in der ersten Ausgabe viele Artikel, in denen die Türkei mit ihrer Geschichte, Kultur, Religion und ihren politischen Beziehungen vorstellt wurde. Die Schülerinnen und Schüler beschrieben nicht nur die Sachverhalte, sie äußerten mit ihren Texten auch ihre eigenen Meinungen. Die Wiedergabe des eigenen Gedankenguts ist schließlich das A und O in dieser Schulzeitung, weshalb sie „Der krähende Hahn“ heißt. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, ihre Wünsche, Auffassungen und Kritiken in Form von Texten zu veröffentlichen bzw. wie ein „Hahn zu krähen“, um auf gewisse Angelegenheiten aufmerksam zu machen.

Da die Zeitung nur im Rahmen des Türkisch-Unterrichts erstellt werden kann, werden die Texte sowohl auf Deutsch als auch auf Türkisch geschrieben. Eine AG-Führung ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Externe Texte, Kritiken und Lob sind aber jederzeit willkommen.

Das Feedback zur ersten Ausgabe war durchaus positiv. Angemerkt wurde nur, dass für die Mittelstufenschüler/innen mehr Spiele-Seiten und einfachere Artikel geben sollten.

„Der krähende Hahn“ wird jährlich stets im zweiten Halbjahr veröffentlicht.

KAPSIZ

Brief an den Bundespräsidenten

Der Grundkurs-Türkisch schreibt einen Brief an den Bundespräsidenten

Im Grundkurs-Türkisch beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 13. Jahrgangsstufe intensiv mit aktuellen Themen und Medien. Die Problematik um das Beschneidungsverbot interessierte sie besonders, woraufhin der Entschluss gefasst wurde, einen Brief an den Bundespräsidenten zu schreiben, in dem sie ihre Meinung äußern und die Problematik erörtern wollten. Die türkische Version des Briefes wurde auszugsweise am 01.10.2012 in der Europa-Beilage der türkischen Zeitung Hürriyet veröffentlicht.

http://www.hurriyet.de/haberler/gundem/1297365/sunnet-yasaklanmasin/otto%20hahn#

Weiterlesen: Brief an den Bundespräsidenten

Die Schülerinnen und Schüler der OHS sind mitten in aktuellen Themen

Die Schülerinnen und Schüler der 13. Stufe beschäftigten sich im Türkisch-Unterricht intensiv mit diversen aktuellen Themen über deutsch-türkische Beziehungen in den Medien. Um sich ein genaues Bild von der Medienwelt zu schaffen und um zu mehr Hintergrundinformationen zu gelangen, besuchte der Türkisch Grundkurs am 25.11.2013 die Messe „Jugendmedientage“. Auf der Messe weckte die Podiumsdiskussion mit dem Chefkorrespondenten der türkischen Zeitung Hürriyet Ahmet Külahçı zum Thema „Migranten und ihre Darstellung in den Medien“ großes Interesse bei den Abiturientinnen und Abiturienten. In dieser Diskussion erwähnte Herr Külahçı, dass die Medien von der Pressefreiheit in allen Ebenen und Richtungen Gebrauch machen. Daher kann es vorkommen, dass die türkischen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland in einem anderen Licht beleuchtet werden. Er teilte weiterhin mit, dass die junge Generation mit Migrationshintergrund mittlerweile nicht mehr still in einer Ecke kauert, sondern aktiv im politischen Geschehen ist und viele politische Entscheidungen beeinflussen kann.

Die Schülerinnen und Schüler des Türkisch Grundkurses waren durch die Informationsmasse über die Medien so beeindruckt, dass sie nun selber zu Wort kommen wollten. Sie nahmen das aktuelle Thema „Die doppelte Staatsbürgerschaft“ genauer unter die Lupe und beschlossen, einen überzeugenden Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel und an diverse Abgeordnete des Bundestages zu schreiben. Auf den Brief antworteten Sigmar Gabriel, Cansel Kiziltepe, Mahmut Özdemir und Cemile Giousouf.

(Text: Nur Şeyda Kapsız)

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Der Brief

Die doppelte Staatsbürgerschaft ist unser Recht!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,

wir sind Schülerinnen und Schüler in der 13. Klasse der Otto-Hahn-Schule in Berlin. Unsere Schule ist eine Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe im Herzen von Neukölln und wird überwiegend von Lernenden mit Migrationshintergrund besucht. Politisch aktuelle Themen wie Migration, Integration und Ausländer werden bei uns im Unterricht oft diskutiert. Auch in unserem Türkisch-Grundkurs behandeln wir momentan aufgrund der vergangenen Bundestagswahlen das Thema der doppelten Staatsbürgerschaft, welches seit längerer Zeit ein Diskussionsthema in Deutschland ist. Diese Angelegenheit ist für jeden einzelnen von uns von besonders großer Bedeutung, da wir alle aus unserem Grundkurs in Berlin zwar aufgewachsen sind und uns mit dieser Stadt identifizieren, aber uns ebenfalls mit unseren türkischen Wurzeln verbunden fühlen.

Eine Umfrage in unseren Kurs ergab, dass so gut wie alle nur die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, bzw. besitzen müssen, da ein Optionszwang das Beibehalten des türkischen Passes untersagt. Wir haben festgestellt, dass uns diese Entscheidung entweder die türkische oder die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen zu dürfen kränkt. Wir möchten uns nicht für eine Seite entscheiden, denn sowohl Deutschland als auch die Türkei sehen wir als unser zu Hause an. Die Akzeptanz beider Länder in schriftlicher Form anhand von Pässen ist unser größter Wunsch. Somit kann tiefgründiges Vertrauen sowie das Gefühl der Zugehörigkeit gestärkt werden.

Unserer Meinung nach ist die Optionspflicht eine ungerechtfertigte und unzumutbare Regelung. Italienische, afghanische oder griechische Bürgerinnen und Bürger bspw. können zwei Staatsbürgerschaften besitzen.

Im Artikel 1 im deutschen Grundgesetzt ist fest verankert, dass die Menschenwürde unantastbar sei. Doch wir als Deutsch-Türkinnen und Deutsch-Türken fühlen angegriffen, da an dieser Stelle eine Ungerechtigkeit ersichtlich wird.

„Gleiches Recht für alle“ sollte für alle, so wie es im Grundgesetz Artikel 3 Absatz 1 und 3 steht, gelten:

„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“

„     Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

      Die Gesetze sind dafür da, sie zu beachten und auch durchzuführen.

Entscheiden sich viele türkeistämmige Menschen für den türkischen Pass, so verliert die Europäische Union viele Bürger. Laut den Angaben des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahre 2012 beträgt die Anzahl der türkischstämmigen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland 1 575 717. In Europa reicht die Zahl bis zu 6 Millionen. Mit diesen Zahlen möchten wir aufzeigen, dass die Türkei trotz des steinigen Beitrittsprozesses ihren Platz bereits in der Europäischen Union mit ihren Bürgerinnen und Bürger seit nun mehr als 50 Jahren innehat.

Unsere Vorfahren aus der ersten Generation waren lediglich Arbeiterinnen und Arbeiter, die sich keine großen künftigen Perspektiven aufgebaut haben. Doch wir möchten im aktiven Verlauf Deutschlands mitwirken, ohne die Privilegien in der Türkei zu verlieren. Bildungs- und Karrierechancen möchten wir auf allen Ebenen ausweiten, um künftig international wirken zu können. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit, was den Handel betrifft. Auch wenn die Euro-Krise für eine Senkung der Zahlen des Handels beider Länder gesorgt hat, ist Deutschland immer noch an erster Stelle das Exportland der Türkei. Die Investment-Bereitschaft in Deutschland und in Türkei würde bedenkenlos verlaufen.

Bei dieser Diskussion haben wir auch enorme Schwierigkeiten bei der Findung des Grundes, warum für Bürgerinnen und Bürger der Türkei ein solcher Optionszwang vorausgesetzt ist. Dass das Lösen dieses „Problems“ nicht einfach ist, ist uns bewusst. Doch wir bitten Sie, in den Koalitionsgesprächen diese Chance aufzugreifen, durchzugreifen und eine positive Änderung vorzunehmen. Die CDU/CSU und die SPD können mit einer Einigkeit in dieser Thematik nur zu einer weiteren guten Entwicklung innerhalb der deutsch-türkischen Beziehungen beitragen.

Wir wären für Ihren Einsatz zur Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft sehr dankbar und hoffen, dass wir Sie mit diesem Schreiben im hohen Maße erreichen konnten.

Wir würden uns auf eine Antwort freuen und bedanken uns im Voraus, dass Sie sich die Zeit zum Lesen unseres Briefes nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Rabia Akdeniz, Elvan Aktürk, Cihat Berber, Betül Demir, Hasan Malkoç, Bilgehan Özyılmaz, Mustafa Portakal, Züleyha Tilki, Muhammet Üresin, Ayşen Yeşil

Berlin, 18.11.2013

Türkeifahrt 2009

Ziel der Türkeifahrt war, dass unsere Schülerinnen und Schüler die Gegend Gökova aus verschiedenen Perspektiven betrachten und damit einen Einblick in verschiedene Gesichtspunkte der Türkei werfen und das in Berlin reflektieren. Ein weiteres Ziel war, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Kulturkreisen besser kennen lernen, damit das Miteinander in einem besseren Schulklima in Berlin fortgesetzt werden kann.

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